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Das Tal von Viadanica
Auf der Strasse aus Villongo, die den Bach Guerna, zwischen Rudello und Campo Matto entlang führt, trifft man einen kleinen Kalkhügel, der in bezug auf die Lage des Tals quer gestellt ist: er ist eine Aufschüttung aus der Glazialzeit, die den Wasserlauf versperrt hat und die die Flussterrassen untergebrochen hat, die sich von Viadanica und Adrara St. Martino nach Villongo und zu den See ausdehnen.
 
Wenn wir den Guerna Bach, auf der Höhe von Campo Matto, überholen dringen wir in eine Landschaft mit Terrassen und Flussböchungen ein. Man trifft auch eine Moränenabsperrung, die von einer Gletschenzunge, in dem Tal durch „ La Forcella“ abgesetzt wurde; „la Forcella“ ist ein kleines Joch zwischen Faeto Berg und Il Colle (dem Hügel). Die Strasse entlang reihen sich kleine und schöne Zentren ein, die von Anbauen, Obstgarten und gemähten Grassteppen eingerahmt sind. Die Abhängen bewirten einen dicken Waldmantel mit Sommereichen, Flaumeichen, Hainbuchen und Mannaeschen, die die häufigsten Baumarten sind.
Auf dem Grund des Tales gibt es ein Bach, der halblaut auf den schlürpfrigen Steinen gurgelt, den Bach entlang gibt es eine Reihe von Erlenweiden und einige Pappeln, die eine angenehmene, frische und schattige und von dem hohen und prallen Gras der feuchten Böden beherrschte Umgebung. Der Kastanienbaum ist ein bisschen das Symbol dieses Tales, weil er in den Kastanienhainen mit erhabenen Mustern am Rand oder innerhalb der Grassteppen anwesend ist. Seine Verbreitung ist am meinsten auf den höheren ostlichen Abhängen von Monticello (kleinen Berg) und von der Meruselli Küste, wo er die einfache und übliche Gestalt der Schlagkastanienkultur erwirbt. Auf den anderen Abhängen, wo die Erde steinig und oberflächig wird, ist der Platz des Kastanienbaums von den Eichenwäldern besetzt, die auch ursprünglich von ihrer Gefolge von Waldarten begleitet waren.
 
Der Karrenweg führt bis zur Chierico Aue, wo man schnell den Sattel von Cambline erreichen kann. Dort besteht die Grassteppe aus Steppenarten, die die Trockenheit der Böben ertragen können, die nicht mehr gedüngt sind aber die immer mehr reich an interessanten Arten sind. Von dem Sattel kann man in zwanzig Minuten die bakannte Grotte erreichen, die in der prähistorischen Zeit bewohnt war und die auch „Buco del Corno“ (Loch des Hornes) genannt ist.
 
Von der Grotte ( mit einigen Schwierigkeiten) oder von dem Sattel von Cambline (einen bequemen Weg entlang) kann man den Gipfel von Corno Buco erreichen, wo die Grassteppen, die in der Vergangenheit mit Narzißen bedeckt waren, jetzt noch das Schauspiel von vielen und schönen Blüten ( Primeln, Enzianen, Orchideen, Pflaumen Schwertlilien)anbieten. Aber vor allem rahmen sie eine eindrucksvolle Aussicht des Niedersees und der seitlichen Täler ein.
Den Felsenrand entlang, der aus der Kalkablagerung von Moltrasio besteht, befinden sich interessante oberflächige Karsterscheinungen mit Riefelungen und Täßchen.
 
Man geht weiter zu dem Hügel d‘Oregia- La Rola, wo der Felsen dunkel und scharf wird. Er ist der „Selcifero Lombardo“ (Lombardische Kieselformation), eine Felsenformation in der maximalen Tiefe von dem abgelegenen Ozeanbecken von Tetide. Von dem Ort erhebt sich der Blick unvermeidlich auf den Gipfel des Bronzone Bergs, er lädt uns zu steigen ein auch wenn der Weg von Vigolo sicher bequemer ist.
 
Trotzt der mäßig steilen Formen hat dieser Berg seinen Ursprung in einem riesigen tektonischen Übergleiten, das gegen Süden, eine Bruchlinie entlang, stattfand, die ungefähr die Hälfte des Bergs kreuzt.